ASV auf der Landesgartenschau in Nagold

Die ASV-Freitagswandertruppe berichtet…..
vom Ausflug zur Landesgartenschau in Nagold!

Am Freitag, 14.09.2012 machten sich zehn wackere, unerschrockene und todesmutige badische Patrioten der Freitagswandertruppe unbeirrt und wild entschlossen bei schönstem Spätsommerwetter ins „heißgeliebte“ feindliche Ausland Schwaben auf. Namentlich waren dies die Kameraden in alphabetischer Reihenfolge Walter Becker, Lothar Klein, Richard Kraus, Horst Kreiner, Richard Malsch, Horst Pallmer, Werner Peter, Kurt Pfannendörfer, Wolfgang Pfannendörfer und Günter Scherer.
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Ziel war die Landesgartenschau im württembergischen Nagold. Dies unbeeindruckt der Tatsache, dass badische Besucher der LGS im schwäbischen wohl nicht erwünscht sind, weil auf der Homepage der Landesgartenschaugesellschaft keine Anfahrtsrouten aus dem Badischen zu finden waren und auf der Homepage www.nagold.de lediglich Anreisewege für das Schwabenland angeführt wurden.

Die Anfahrt ab Hagsfeld per Bus zum Bahnhof Durlach, Weiterfahrt per Zug der DB bis zur Grenzmetropole Pforzheim mit Umstieg in die Nagoldtalbahn bis Nagold verlief wie von unseren Routenplanern Richard K. und Kurt Pf. vorgegeben zeitgenau und störungsfrei. Dem Mehrheitsbeschluss folgend wurden die Fahrt- und Eintrittskosten zur LGS von der Abteilungskasse übernommen. Kassenwart Richard Kraus, der dankenswerter Weise und zu unser aller Zufriedenheit die Kassenführung im Sinne unseres unvergessenen Carlo Kloos akribisch und buchhalterisch korrekt ausübt, hatte entsprechend vorgesorgt und die nötigen Gelder im Reisegepäck. So kam auch im Zug nach Pforzheim Freude bei Allen auf, als er den abgesprochenen Bargeld -Reisespesensatz an die Kameraden in schicken modischen Netzsäckchen einschließlich Zinsen in Form von Euro-Schokowährung aushändigte. Eine stilvolle und liebenswürdige Geste, die bestens ankam. Hierbei ist auch anzuführen, dass den nicht mitgereisten Kameraden im Sinne der Gleichbehandlung der Spesensatz hinterher ebenfalls ausgehändigt wurde.
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Unverzüglich nach dem Aufstehen in Hagsfeld gestartet, kam die Truppe zur besten Frühschoppenzeit am DB-Haltepunkt Nagold-Mitte an. Eine hochmoderne und eigens für die LGS extra eingerichtete Bahnstation präsentierte sich uns, die auch Aufzüge für mobilitätseingeschränkte und Kinderwagen mit sich führende Besucher vorzuweisen hatte. Neid könnte da aufkommen, bei dem Gedanken daran, dass man am Bahnhof Hagsfeld immer noch auf den vor Jahren von der Kommunalpolitik in Aussicht gestellten Aufzug ebenso wartet, wie auf die vieldiskutierte innerörtliche Verkehrsentlastung. Aber vielleicht bringt die im Dezember anstehende Karlsruher OB-Wahl oder spätestens die nächste Kommunalwahl eine entsprechende Zäsur zu Gunsten der leidgeprüften Hagsfelder Bürger. Es wäre für die gebeutelte Hagsfelder Seele gut, wenn dann die Devise „handeln statt reden“ und nicht das Motto „was kümmert mich mein Geschwätz von Gestern“ Vorrang bekäme und die seit Jahren vollmundigen Lippenbekenntnisse lokaler Politikgrößen endlich Realität erreichen würden!

Vom Bahnhof Nagold-Mitte aus begaben wir uns auf dem ausgeschilderten Weg durch die prächtige und blumengeschmückte Nagolder Fachwerk-Innenstadt zum Landesgartenschaugelände. An der Eingangskasse konnte unser Finanzwart Richard K. planungssicher und vorausschauend agierend den Gruppeneintrittspreis unter Berücksichtigung des Zweieuro-Rabattes je Teilnehmer für Bahnfahrer exakt vorlegen. Auch wenn dies die Diensthabende an der Kasse, möglicherweise aus Unwissenheit oder Mangelinformation seitens der zuständigen Behörde, zunächst so nicht wahr haben wollte. Erfahrungserprobt und wohl auch mit der schwäbischen „Klemmbeutelmentalität“ bestens vertraut, hatte unser Finanzverwalter jedoch vorgesorgt und konnte der Dame an der Kasse das Rabattangebot für den Eintritt aus dem Internet ausgedruckt schwarz auf weiß vorlegen.
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Neugierig und erwartungsfroh betraten wir dann das Gartenschaugelände und begaben uns zunächst vorbei an dem für Blumenschauen eigens zur LGS umfunktionierten Gebäude der stillgelegten Anker-Brauerei in den informativ angelegten Kräutergartenbereich.

Wir bestaunten die Fülle und atemberaubenden Facetten der Sommerblumen und Pflanzungen in den verschiedensten Ausstellungen und Themengärten des weitläufigen Geländes. Das Motto „Grüne Urbanität“ der Nagolder LGS kam hier voll zur Wirkung. Beeindruckend und mit floristischen, gärtnerischen und künstlerischen Elementen geprägt präsentierten sich uns die Uferpromenaden der Flüsse Nagold und Waldach und die Parklandschaft im Stadtpark Kleb, im Krautbühlpark und im Riedbrunnenpark. Ausdauernd und gut zu Fuß unterwegs erkundeten wir so das gesamte Ausstellungsareal. Das bewältigte Pensum lag weit über dem unseren sonst üblichen Freitagswandertouren.

Der Nagold mit seinen diversen Veranstaltungsbühnen entlang schlendernd, erreichten wir zur Mittagszeit die Haltestelle des Shuttlebusses, der uns hoch zur über der Stadt auf dem Schlossberg thronenden Burgruine Hohennagold bringen sollte. Am Zielpunkt angelangt, bot sich uns ein imposanter Rundblick über das weit ausladende Nagoldtal mit sanften Wiesen- und Waldhängen. Nicht traurig waren wir darüber, dass die Hügel und Berge des Schwarzwaldes uns den freien Blick nach Osten zur unseligen Landeshauptstadt und Schwabenmetropole Stuttgart verwehrten.

Die zur Mittagszeit verständlicherweise aufkommenden Hungergefühle galt es nun oben auf Hohennagold zu bekämpfen und so nahmen Alle das gastronomische Sonderangebot vor Ort „Bratwurst mit Brötchen plus ½ ltr. Bier für 4,50 €“ gerne an.
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Mit tollen Eindrücken versehen und kulinarisch gestärkt, machten wir uns auf den Rückweg ins Tal und landeten nach halbstündigem Abstieg auf anspruchsvollem Wanderweg den Schlossberg hinunter wieder im LGS-Gelände.

Den Hochseilgarten ignorierend, weil für uns nicht altersgerecht, weitere gärtnerische Glanzpunkte mitnehmend, sowie den Kamelhof Rotfelden im Vorbeigehen streifend, stellte sich nun den mittlerweile doch erschöpften Kameraden angesichts der fortgeschrittenen Zeit, die Frage der Schlusseinkehr. Die umfangreiche LGS-Gastronomie gab uns die passende Antwort und wir fanden ein sonniges Plätzchen im Außenbereich eines SB-Restaurants. Auch wenn das Speisenangebot hinsichtlich Vielfalt und Qualität nicht der von uns gewohnten Küche unserer eigenen Clubhausgaststätte „Palmgarten“ oder der Gaststätte „Zum Spatenstich“ unseres Altpächters Traudi und Frank Hornung entsprach, es gab aber für jeden etwas Schmackhaftes und keiner musste Hungern oder Dursten.

Letztendlich zufrieden machten wir uns auf den Rückweg zum Bahnhof, um den Nachhausezug zu besteigen, der uns wohlbehalten mit dem Fazit eines wunderschönen, abwechslungsreichen und eindruckvollen Ausflugtages in kameradschaftlicher Gesellschaft wieder zurück in die badische Heimat brachte. In schwäbische Gefangenschaft geriet auch niemand, was sicher unserem völkerverbindendem friedfertigem Auftreten geschuldet war.

Ein herzliches Danke zum Abschluss an unsere Organisatoren Richard Kraus und Kurt Pfannendörfer und auch an unseren Stammfotografen Werner Peter, der auf seinen folgenden Bildern nochmals Eindrücke unserer Ausflugstour vermittelt.

Wolfgang Pfannendörfer
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